Ratgeber

Dienstunfähigkeitsversicherung Kosten: Was Beamte zahlen (Standardprofil)

Was eine Dienstunfähigkeitsversicherung kostet, hängt von Alter, Beruf, Rente, Laufzeit und Gesundheit ab. Der Beitrag ist gut planbar – und früh abgeschlossen deutlich günstiger. Hier steht, was sich belegen lässt und was ein Angebot klärt.

Redaktion Dienstunfähigkeit-Check.de Aktualisiert am 25. Oktober 2026 9 Min. Lesezeit
Inhalt (10 Abschnitte)
  1. Was kostet eine Dienstunfähigkeitsversicherung?
  2. Was bestimmt den Beitrag?
  3. Brutto- und Zahlbeitrag: Worauf Sie beim Vergleich achten
  4. Was kostet es, nicht abzusichern?
  5. Wie Finanztest Preise vergleicht: die Modellkunden
  6. Wie Sie den Beitrag beeinflussen können
  7. Häufige Fehler beim Kostenvergleich – und wie Sie sie vermeiden
  8. Beitrag über die Laufzeit: Was sich ändern kann
  9. Steuerliche Behandlung der Beiträge
  10. So kommen Sie zu einem belastbaren Preis
Das Wichtigste in Kürze
  • Verlässliche Beamten-Preise liefert nur ein Angebot. Für die BU allgemein nennt Finanztip, dass junge Berufstätige oft ab etwa 50 € im Monat zahlen, je nach Alter, Beruf und Gesundheit auch 100–150 € oder mehr (Stand 27.05.2026).
  • Finanztest fand 2024 für einen 30-jährigen Controller mit 2.000 € Rente bis 67 Jahresbeiträge zwischen 643 € und 3.071 € – ein Faktor von etwa 4,8 zwischen günstigstem und teuerstem Tarif (15.05.2024).
  • Der Bruttobeitrag ist die Obergrenze, bis zu der der Versicherer den Zahlbeitrag anheben darf; für den Vergleich zählt der Wortlaut, nicht nur der Preis. Je früher Sie abschließen, desto günstiger.
  • Eigene Abfrage öffentlicher Online-Rechner (24./25.10.2026, Standardprofil 30 Jahre, Nichtraucher, 1.500 € Rente): Für Verwaltungsangestellte im öffentlichen Dienst lag der Zahlbeitrag zwischen 60,83 € und 83,25 € im Monat (Median 75,48 €); für Polizei, Feuerwehr und Soldaten lieferte nur ein Rechner einen Wert, weil die übrigen Endalter und Rente begrenzten.

Was eine Dienstunfähigkeitsversicherung kostet, hängt vor allem von Eintrittsalter, Beruf, Rentenhöhe, Laufzeit und Gesundheit ab. Als Orientierung für die Berufsunfähigkeitsversicherung allgemein nennt Finanztip, dass junge Berufstätige oft ab etwa 50 € im Monat zahlen, je nach Alter, Beruf und Gesundheit auch 100–150 € oder mehr (Stand 27.05.2026); beamtenspezifische Preise liefert nur ein Angebot. In unserer eigenen Abfrage (24./25.10.2026, Standardprofil) lagen die Zahlbeiträge für Verwaltungsangestellte im öffentlichen Dienst bei 60,83 € bis 83,25 € im Monat (Median 75,48 €).

Was kostet eine Dienstunfähigkeitsversicherung?

Eine belastbare Antwort beginnt mit der Reichweite der Zahlen: Wir haben im Standardprofil – 30 Jahre, Nichtraucher, 1.500 € Rente, Endalter 67 – die öffentlichen Online-Rechner dreier Versicherer abgefragt. Diese Rechner bilden die Berufsunfähigkeitsversicherung ab, nicht die Dienstunfähigkeitsklausel; für Beamte im Vollzugsdienst begrenzten sie zudem Endalter und Rente. Geschätzte Beamtenpreise gibt es hier nicht.

Was kostet die BU für Beamte und Soldaten im Dienst? Eigene Abfrage der Online-Rechner von drei Versicherern, Stand 24./25.10.2026
Beruf (Standardprofil: 30 Jahre, Nichtraucher, 1.500 € Rente, Endalter 67, Allianz online 66)günstigster ZahlbeitragMedianhöchster Zahlbeitragabgefragte Versicherer / Tarife
Verwaltungsangestellter öffentlicher Dienst60,83 €75,48 €83,25 €3 / 4
Polizist (Streifendienst; nur ein Rechner lieferte einen Wert)120,00 €120,00 €120,00 €1 / 1
Polizist im Innendienst (nur ein Rechner)102,48 €102,48 €102,48 €1 / 1
Feuerwehrmann (nur ein Rechner)186,62 €186,62 €186,62 €1 / 1
Soldat (nur ein Rechner)186,62 €186,62 €186,62 €1 / 1

Abgefragt wurden die öffentlichen Online-Rechner von CosmosDirekt (Basis- und Premium-Schutz, Beitrag inkl. Sofortrabatt), Allianz (BU Komfort, online nur Endalter 66) und LV 1871 am 24./25.10.2026 – Zahlbeiträge (netto) in Euro pro Monat, Nichtraucher, ohne Dynamik. Keine Tarifempfehlung; der Beitrag im Einzelfall hängt von Gesundheit, Tätigkeit und Tarif ab. Bei Polizei, Feuerwehr und Soldaten begrenzten die Rechner Endalter und Rente (ein Rechner: Endalter 55 oder 60 und höchstens 1.000 € Rente, ein weiterer: Endalter 60); im Standardprofil lieferte deshalb nur ein Rechner einen Wert, der kein Marktwert ist. Details und weitere Profile stehen bei Berufsunfähigkeit beim Polizeibeamten, Feuerwehrbeamte und Bundeswehr. Welche Stellschrauben den Beitrag senken können, erklärt die Seite Beitrag senken.

Zusätzlich belegt ist Folgendes. Finanztip nennt für junge Berufstätige in der Berufsunfähigkeitsversicherung oft Beiträge ab etwa 50 € im Monat, je nach Alter, Beruf und Gesundheit auch 100–150 € oder mehr (Stand 27.05.2026). Finanztest ermittelte 2024 für einen 30-jährigen Controller mit 2.000 € Rente bis 67 Jahresbeiträge zwischen 643 € und 3.071 € (Stiftung Warentest, 15.05.2024). Das entspricht rechnerisch rund 54 € bis 256 € im Monat – eine Spanne vom Faktor 4,8.

Belegte Beitragsangaben zur Berufsunfähigkeitsversicherung allgemein (nicht beamtenspezifisch). Quellen: Finanztip (27.05.2026), Stiftung Warentest (15.05.2024); Monatswerte eigene Umrechnung (Jahresbeitrag geteilt durch 12). Stand 25.10.2026.
AngabeProfilBetragQuelle
Einstiegsbeitragjunge Berufstätigeab etwa 50 € pro MonatFinanztip
Typische Spanneje nach Alter, Beruf, Gesundheit100–150 € oder mehr pro MonatFinanztip
Günstigster Tarif im TestController, 30 Jahre, 2.000 € Rente bis 67643 € pro Jahr (rund 54 € pro Monat)Finanztest 2024
Teuerster Tarif im Testwie oben3.071 € pro Jahr (rund 256 € pro Monat)Finanztest 2024

Die Zahlen gelten nicht für Beamte, geben aber ein Gefühl für Größenordnung und Streuung. Für die Dienstunfähigkeitsabsicherung kommt es zusätzlich auf Klausel und Statusgruppen an.

Was bestimmt den Beitrag?

Beitragsfaktoren der Berufsunfähigkeitsversicherung; allgemeine Beschreibung, Wirkung im Einzelfall nach Tarif. Quellen: Finanztip (27.05.2026), Stiftung Warentest (19.05.2026). Stand 25.10.2026.
FaktorWirkung auf den BeitragIhr Spielraum
Eintrittsalterje jünger, desto günstigerfrüh abschließen – je früher, desto günstiger
Rentenhöhehöhere Rente, höherer Beitragan die Lücke koppeln, nicht an ein Pauschalziel
Laufzeit / Endalterlängere Laufzeit, höherer BeitragBis zur Regelaltersgrenze (derzeit 67) ist ideal (Stiftung Warentest)
Beruf und DienstRisikoeinstufung des VersicherersStatusgruppe und Dienstbereich angeben
Gesundheit bei AbschlussZuschläge, Ausschlüsse oder Ablehnung möglichanonyme Risikovoranfrage vorab
Dynamik und OptionenZusatzbausteine erhöhen den Beitragnach Bedarf wählen
Klausel und Bedingungenweitreichende Leistungen können den Preis beeinflussenBedingungen vergleichen, nicht nur Beiträge

Der Faktor „Gesundheit bei Abschluss“ ist der sensibelste. Im DU-Check dieses Portals werden dazu keine Gesundheitsfragen gestellt. Wer Angebote einholt, beantwortet sie im Antrag wahrheitsgemäß (§ 19 VVG); vorher klärt ein Experte per anonymer Risikovoranfrage, ob und zu welchen Bedingungen Versicherer Sie annehmen würden.

Brutto- und Zahlbeitrag: Worauf Sie beim Vergleich achten

Angebote nennen oft zwei Beiträge. Der Zahlbeitrag (Nettobeitrag) ist das, was Sie zunächst zahlen. Der Bruttobeitrag (Tarifbeitrag) ist die Obergrenze, bis zu der der Versicherer den Zahlbeitrag anheben darf; Finanztip rät, auf ihn zu achten (Stand 27.05.2026). Ein niedriger Zahlbeitrag mit hohem Bruttobeitrag kann später spürbar teurer werden. Die Differenz sehen Sie im Angebot oder im Versicherungsschein. Vergleichen Sie daher beide Werte, und prüfen Sie, welche Annahmen für den Zahlbeitrag gelten – etwa Überschussverrechnung.

Ein weiterer Punkt: Eine Beitragsanpassung durch Vertragsänderung um mehr als 10 % gibt Ihnen ein Kündigungsrecht innerhalb eines Monats (§ 19 Abs. 6 VVG). Diese gesetzliche Regel hilft, wenn der Versicherer bei einer Änderung die Prämie deutlich erhöht.

Was kostet es, nicht abzusichern?

Die Gegenrechnung zum Beitrag ist die Lücke. In der Modellrechnung dieses Portals (Bundesrecht; Grundgehalt 3.800 €, zehn Dienstjahre, Dienstunfähigkeit mit 40 Jahren, Abzug 15 %, Richtwert A-4-Endstufe 3.350 €) beträgt die Netto-Pension rund 1.859 € bei einem angenommenen Netto von 2.850 €. Die Lücke liegt bei rund 990 € im Monat, das sind rund 11.900 € im Jahr. Bis zur Regelaltersgrenze 67 sind es rechnerisch 27 Jahre, also rund 321.000 € ohne Berücksichtigung von Besoldungsanpassungen. Das ist keine Prognose, sondern eine Größenordnung: Sie zeigt, welche Summen auf dem Spiel stehen, wenn die Lücke nicht anders gedeckt ist.

Beispiel: Netto heute, Ruhegehalt und Mindestversorgung

Modellrechnung Euro pro Monat: Grundgehalt 3.800 €, 10 Dienstjahre, Dienstunfähigkeit mit 40 Jahren, Abzug 15 %

0 €1.000 €2.000 €3.000 €4.000 €2.850Netto heute (Annahme)1.194Ruhegehalt netto1.859Mindestversorgung netto

Eigene Modellrechnung nach §§ 5, 13, 14 BeamtVG (Bund), Richtwert A-4-Endstufe 3.350 €, Abzug für Steuer und Krankenversicherung 15 % angenommen. Kein Angebot, keine Person; Stand 24.10.2026.

Der DU-Lücken-Rechner berechnet Ihre eigene Lücke aus Status, Alter, Dienstjahren und Grundgehalt. Sie ist die Zahl, an der sich die Rente (und damit der Beitrag) ausrichten sollte.

Wie Finanztest Preise vergleicht: die Modellkunden

Wer Preise vergleichen will, braucht ein gemeinsames Profil. Finanztest arbeitet mit Modellkunden. Im Mai 2026 wurden 56 BU-Tarife getestet, 42 davon mit „sehr gut“; die Versicherungsbedingungen gehen mit 75 %, die Antragsfragen mit 25 % in die Note ein (Stiftung Warentest, 19.05.2026). Alle Modellkunden sind Nichtraucher, die Laufzeit reicht bis 67. Beamte sind nicht darunter.

Finanztest-Modellkunden 2026 (alle Nichtraucher, Laufzeit bis 67); Quelle: Stiftung Warentest, 19.05.2026. Beitragsdaten werden hier nicht wiedergegeben. Stand 25.10.2026.
ModellkundeAlterMonatsrente
Controller30 Jahre2.400 €
Mechatroniker25 Jahre1.600 €
Medizinische Fachangestellte25 Jahre1.400 €
BWL-Student20 Jahre1.500 €

Der Test zeigt, wie verschieden Profile sein können. Für Beamte nutzen wir ein eigenes Profil: 30 Jahre, Nichtraucher, 1.500 € Rente, Endalter 67 – dazu die Abfrage weiter oben. Wichtig bleibt: Vergleichen Sie nur Angebote, die dasselbe Profil und dieselben Bedingungen abbilden.

Wie Sie den Beitrag beeinflussen können

Es gibt legitime Hebel, den Beitrag zu steuern. Der Experte zeigt Ihnen, welcher Hebel zu Ihrer Lage passt. Dazu zählt auch ein Einstiegstarif, dessen Rente Sie später per Nachversicherung erhöhen.

  • Rentenhöhe an die Lücke koppeln: Wer nur die Lücke zum Netto schließen will, braucht weniger Rente als jemand, der das gesamte Netto ersetzen möchte. Finanztip rät zu möglichst 80 % des Nettos; Versicherer begrenzen die Rente oft auf 60–70 % des Bruttogehalts.
  • Früh abschließen: Das Eintrittsalter ist einer der stärksten Faktoren, und mit jedem Jahr steigt das Risiko, dass sich der Gesundheitszustand auf die Annahme auswirkt.
  • Laufzeit nicht zu kurz wählen: Ein zu früh endender Vertrag spart Beitrag, lässt aber die letzten Berufsjahre ungeschützt.
  • Zusatzbausteine bewusst wählen: Dynamik und Optionen erhöhen den Beitrag, bringen aber Flexibilität. Entscheiden Sie nach Bedarf, nicht nach Gefühl.
  • Nicht bei der Klausel sparen: Eine günstige Police mit schwächerer Klausel kann im Ernstfall teuer werden. Die 12 Prüfpunkte helfen beim Abwägen.

Häufige Fehler beim Kostenvergleich – und wie Sie sie vermeiden

Nur den Zahlbeitrag vergleichen

Der Bruttobeitrag zeigt, wie hoch der Beitrag maximal steigen darf. Vergleichen Sie beide.

Unterschiedliche Bedingungen

Ein Preisvergleich ohne Vergleich von Klausel, Verweisung und Nachprüfung ist wertlos.

Rente nach Gefühl wählen

Eine Rente ohne Bezug zur Lücke ist entweder zu hoch (teuer) oder zu niedrig (Lücke bleibt).

Antragsangaben beschönigen

Ein niedrigerer Preis wegen falscher Angaben kostet im Leistungsfall alles (§ 19, § 21 VVG).

Wer diese Fehler vermeidet, hat bereits viel gewonnen. Welche Rolle der Preis im Gesamtvergleich spielt, zeigt der Beitrag Dienstunfähigkeitsversicherung Vergleich.

Beitrag über die Laufzeit: Was sich ändern kann

Ein Vertrag läuft über Jahrzehnte, und der Beitrag bleibt nicht zwingend gleich. Drei Entwicklungen sollten Sie einplanen. Erstens die Überschussbeteiligung: Sie senkt den Zahlbeitrag, ist aber nicht festgeschrieben; der Bruttobeitrag begrenzt, wie weit der Zahlbeitrag steigen darf. Zweitens die Dynamik: Wer Beitrag und Rente jährlich anpasst, zahlt mehr, sichert aber die Kaufkraft der Rente. Drittens Änderungen im Dienstverhältnis, etwa Beförderung und höhere Besoldung: Dann kann die Lücke wachsen und eine Erhöhung der Rente sinnvoll werden. Ob und wie Ihr Vertrag eine Erhöhung ohne neue Prüfung erlaubt, steht in den Bedingungen (Stichwort Nachversicherungsgarantie). Planen Sie deshalb nicht nur den Beitrag von heute, sondern auch den in zehn Jahren, und prüfen Sie Ihre Lücke bei jeder größeren Veränderung erneut mit dem DU-Lücken-Rechner.

Steuerliche Behandlung der Beiträge

Beiträge zu Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG). Zusammen mit Kranken- und Pflegebeiträgen gilt ein Höchstbetrag von 2.800 € je Kalenderjahr, bei Anspruch auf Beihilfe oder steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse von 1.900 € (§ 10 Abs. 4 EStG). Bei Beamten ist der Betrag häufig schon durch private Kranken- und Pflegebeiträge ausgeschöpft; dann wirkt der BU-Beitrag steuerlich nicht zusätzlich. Die Rente selbst wird nur mit dem Ertragsanteil besteuert – bei der üblichen BU-Rente bis zum vereinbarten Endalter nach der Laufzeit (abgekürzte Leibrente, § 55 EStDV), z. B. 21 % bei 20 Jahren Laufzeit (25 Jahre: 26 %, 30 Jahre: 30 %) (§ 22 EStG). Für Ihren Fall hilft ein Steuerberater.

So kommen Sie zu einem belastbaren Preis

Lücke ermitteln

Rechnen Sie Ihre Netto-Pension mit dem DU-Lücken-Rechner aus.

Rentenhöhe festlegen

Orientieren Sie sich an der Lücke; Finanztip rät, möglichst 80 % des Nettos abzusichern.

Gleiche Bedingungen vergleichen

Nur Angebote mit vergleichbarer Klausel und Laufzeit sind vergleichbar. Siehe Dienstunfähigkeitsversicherung Vergleich.

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Dieses Portal empfiehlt weder Versicherer noch Tarife und nennt keine Rangliste. Unsere eigene Beitragsabfrage (Stand 24./25.10.2026) ergänzen wir bei neuen Rechnerwerten mit Quelle, Abrufdatum und Stand. Die Gesamtübersicht zur Absicherung finden Sie unter Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte.

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Häufige Fragen

Was kostet eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte?

Das hängt von Eintrittsalter, Beruf, Rentenhöhe, Laufzeit und Gesundheit ab. Für die Berufsunfähigkeitsversicherung allgemein nennt Finanztip, dass junge Berufstätige oft ab etwa 50 € im Monat zahlen, je nach Alter, Beruf und Gesundheit auch 100–150 € oder mehr (Stand 27.05.2026). In unserer Abfrage öffentlicher Online-Rechner (24./25.10.2026) lag der Zahlbeitrag im Standardprofil (30 Jahre, Nichtraucher, 1.500 € Rente, Endalter 67) für Verwaltungsangestellte im öffentlichen Dienst zwischen 60,83 € und 83,25 € im Monat (Median 75,48 €); für Polizei, Feuerwehr und Soldaten lieferte nur ein Rechner einen Wert. Genaue Beamtenpreise liefert ein Angebot.

Warum sind die Beiträge so unterschiedlich?

Weil Alter, Beruf, Rente und Gesundheit den Beitrag bestimmen und weil Bedingungen sich unterscheiden. Finanztest fand für einen 30-jährigen Controller zwischen günstigstem und teuerstem Tarif einen Faktor von etwa 4,8 (643 € bis 3.071 € Jahresbeitrag, 15.05.2024).

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Zahlbeitrag?

Der Zahlbeitrag ist der tatsächlich gezahlte Beitrag nach Überschussverrechnung, der Bruttobeitrag die Obergrenze, bis zu der der Versicherer den Zahlbeitrag anheben darf. Finanztip rät, auf den Bruttobeitrag zu achten (Stand 27.05.2026).

Ist die Dienstunfähigkeitsklausel teurer?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Der Preis hängt von der Gesamtausgestaltung ab. Aussagekräftig ist nur ein Vergleich von Angeboten mit gleichen Bedingungen. Eine Aussage zu einem Mehrbeitrag der Klausel ist aus unseren Quellen nicht belegbar.

Kann ich die Beiträge von der Steuer absetzen?

Beiträge zur BU gehören zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG). Der Höchstbetrag liegt bei 2.800 €, bei Anspruch auf Beihilfe bei 1.900 € (§ 10 Abs. 4 EStG) und ist oft durch Kranken- und Pflegebeiträge ausgeschöpft.

Was kostet es, nicht abzusichern?

Das ist die Lücke zwischen Netto-Pension und heutigem Netto. In einer Modellrechnung (zehn Dienstjahre, Dienstunfähigkeit mit 40) beträgt sie rund 990 € im Monat – weit mehr als ein Beitrag. Ihre eigene Lücke ermittelt der DU-Lücken-Rechner.

Quellen

  1. Eigene Abfrage öffentlicher BU-Online-Rechner (CosmosDirekt, Allianz, LV 1871), 24./25.10.2026
  2. Finanztip: Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung? – Stand 27.05.2026
  3. Stiftung Warentest: Berufsunfähigkeitsversicherung im Test (Finanztest 06/2024) – 15.05.2024 / 19.05.2026
  4. § 10 EStG – Sonderausgaben (Vorsorgeaufwendungen, Höchstbeträge) – abgerufen 24.10.2026
  5. § 22 EStG – Besteuerung von Renten – abgerufen 24.10.2026
  6. §§ 4, 14 BeamtVG – Ruhegehalt und Mindestversorgung – abgerufen 24.10.2026
  7. § 19 VVG – Anzeigepflicht – abgerufen 24.10.2026
Redaktion Dienstunfähigkeit-Check.de

Unsere Beiträge stützen sich auf Gesetze, Angaben von Behörden und Verbänden sowie veröffentlichte Unterlagen der Versicherer – jeweils mit Stand. So arbeiten wir.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der Dienstunfähigkeit und Versorgung von Beamten und Soldaten (Stand: 25. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Ein kostenloses Informations- und Rechnerportal – kein Dienstherr, keine Behörde, keine Rentenversicherung; über Dienstunfähigkeit und Versorgung entscheiden allein diese Stellen. Es werden keine Versicherer oder Tarife empfohlen. Herausgeber: Dienstunfähigkeit-Check.de. Dienstunfähigkeit-Check.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.

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