Polizei

Berufsunfähigkeit beim Polizeibeamten: BU, DU und Polizeiklausel

Polizeibeamte können eine reine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine BU mit Dienstunfähigkeitsklausel oder eine eigenständige Dienstunfähigkeitsversicherung wählen. Die Mindestversorgung des Dienstherrn reicht für die meisten nicht aus – je früher Sie die Lücke privat schließen, desto günstiger wird es. Welche Form passt, klärt ein Experte mit Ihnen anhand von Wortlaut und Lage.

Redaktion Dienstunfähigkeit-Check.de Aktualisiert am 25. Oktober 2026 8 Min. Lesezeit
Inhalt (7 Abschnitte)
  1. Drei Wege der Absicherung für Polizeibeamte
  2. Wie Polizisten bei Versicherern eingestuft werden können
  3. BU, DU oder beides? Eine Entscheidung in vier Fragen
  4. Warum Berufsunfähigkeit entsteht: was die Statistik hergibt
  5. Vom Gespräch zum Vertrag: so läuft die Absicherung ab
  6. Gesetzlicher Schutz im Leistungsfall
  7. Steuer und Alternativen
Das Wichtigste in Kürze
  • Berufsunfähig ist nach § 172 Abs. 2 VVG, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann; ob das bei Polizeibeamten schon bei Vollzugsuntauglichkeit gilt, steht in den Bedingungen.
  • Dienstunfähigkeit (§ 44 BBG) und Polizeidienstunfähigkeit (§ 4 BPolBG) sind beamtenrechtliche Begriffe; private Verträge können daran anknüpfen, müssen es aber nicht.
  • Eigene Abfrage dreier Online-Rechner (24./25.10.2026): Im Standardprofil lieferte nur ein Rechner einen Beitrag für Polizisten (120,00 € im Monat, Endalter 66); bei Endalter 60 und 1.000 € Rente lagen die Zahlbeiträge bei 42,91 bis 54,60 € – kein Marktüberblick.
  • Ein Partner-Experte vergleicht Bedingungen und klärt die Annahme per anonymer Risikovoranfrage; Tarife oder Versicherer empfiehlt dieses Portal nicht.

Berufsunfähig ist nach § 172 Abs. 2 VVG, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann. Für Polizeibeamte entscheiden die Bedingungen, ob auch Dienst- oder Polizeidienstunfähigkeit zur Leistung führt; in unserer Abfrage dreier Online-Rechner (24./25.10.2026) lieferte im Standardprofil nur ein Rechner einen Beitrag für Polizisten (120,00 € im Monat, Endalter 66); bei Endalter 60 und 1.000 € Rente lagen die Zahlbeiträge bei 42,91 bis 54,60 €.

Drei Wege der Absicherung für Polizeibeamte

Wer als Polizeibeamter seine Arbeitskraft absichern will, steht vor einer Auswahl, die weniger eine Frage der Produktnamen als des Wortlauts ist. Marktüblich lassen sich drei Formen unterscheiden. Die erste ist die reine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Sie zahlt, wenn Sie nach den Bedingungen berufsunfähig sind. Die zweite ist die BU mit Dienstunfähigkeitsklausel: Sie zahlt bei Berufsunfähigkeit und zusätzlich, wenn der Dienstherr Dienstunfähigkeit feststellt. Die dritte ist die eigenständige Dienstunfähigkeitsversicherung: Sie knüpft allein an die Dienstunfähigkeit an.

Für Polizisten kommt als vierter Anknüpfungspunkt die Polizeidienstunfähigkeit hinzu. Sie ist beamtenrechtlich ein eigener Tatbestand (§ 4 BPolBG). Manche Bedingungen nennen sie ausdrücklich, andere nicht. Welche Variante Ihr Vertrag hat, ist eine Frage des Wortlauts, nicht der Werbeaussage.

Gegenüberstellung der Absicherungsformen für Polizeibeamte; allgemeine Beschreibung der Prüfpunkte, Details stehen in den Bedingungen. Stand 24.10.2026.
MerkmalBU (reine)BU mit DienstunfähigkeitsklauselEigenständige DU-Versicherung
LeistungsauslöserBerufsunfähigkeit nach Bedingungen (§ 172 VVG)Berufsunfähigkeit oder Dienstunfähigkeit nach KlauselDienstunfähigkeit nach Bedingungen
Polizeidienstunfähigkeitnur, wenn als Berufsunfähigkeit erfasstje nach Klauselje nach Bedingungen
Bei Statuswechsel (Entlassung, Wechsel in Privatwirtschaft)bleibt bestehenKlausel kann entfallen oder sich ändernkann enden
Wichtigster PrüfpunktDefinition des zuletzt ausgeübten Berufs, VerweisungEchte oder unechte KlauselLeistungsauslöser und Ausnahmen

Die Tabelle zeigt: Je stärker der Vertrag an den Beamtenstatus gebunden ist, desto größer ist der Vorteil, wenn der Dienstherr die Unfähigkeit feststellt – und desto größer ist der Nachteil, wenn Sie das Dienstverhältnis verlassen. Für den Statuswechsel ist die reine BU robuster. Eine Entscheidungshilfe bietet der Beitrag BU oder DU für Beamte: Entscheidungsbaum.

Wie Polizisten bei Versicherern eingestuft werden können

Versicherer ordnen Berufe in Gefahren- oder Berufsgruppen ein, die den Beitrag bestimmen. Wie ein Polizeivollzugsbeamter eingestuft wird, ist keine gesetzliche Größe, sondern Sache jedes Versicherers; deshalb können dieselben Angaben je nach Anbieter zu unterschiedlichen Beiträgen führen. Faktoren sind typischerweise der Anteil von Vollzugs- und Außendienst, körperliche Belastung, Schichtdienst und Einsatzrisiko. Ob Sie überwiegend im Streifendienst, in der Verwaltung oder in einem Spezialbereich arbeiten, kann den Beitrag verändern. Seien Sie bei der Berufsangabe daher genau und vollständig: Falsche oder unvollständige Angaben können später zum Rücktritt führen, weil sie die vorvertragliche Anzeigepflicht verletzen (§ 19 Abs. 2 VVG; die Rechte des Versicherers erlöschen nach 5 Jahre, bei Vorsatz oder Arglist 10 Jahre, § 21 Abs. 3 VVG).

Zur Orientierung dient die eigene Beitragsabfrage dieses Portals, ohne Beantwortung von Gesundheitsfragen.

Was kostet die BU für Polizisten? Eigene Abfrage der Online-Rechner von drei Versicherern, Stand 24./25.10.2026
Profilgünstigster ZahlbeitragMedianhöchster Zahlbeitragabgefragte Versicherer / Tarife
Standardprofil: 30 Jahre, Nichtraucher, 1.500 € Rente, Endalter 66 (nur ein Rechner lieferte einen Wert)120,00 €120,00 €120,00 €1 / 1
Polizist im Innendienst, Standardprofil (nur ein Rechner)102,48 €102,48 €102,48 €1 / 1
30 Jahre, 1.500 € Rente, Endalter 60103,68 €103,68 €103,68 €1 / 1
30 Jahre, 1.000 € Rente, Endalter 60 (vom Rechner begrenzt)42,91 €48,75 €54,60 €1 / 2
Zum Vergleich: Verwaltungsangestellter öffentlicher Dienst, Standardprofil60,83 €75,48 €83,25 €3 / 4

Abgefragt wurden die öffentlichen Online-Rechner von CosmosDirekt (Basis- und Premium-Schutz, Beitrag inkl. Sofortrabatt), Allianz (BU Komfort, online nur Endalter 66) und LV 1871 am 24./25.10.2026 – Zahlbeiträge (netto) in Euro pro Monat, Nichtraucher, ohne Dynamik. Keine Tarifempfehlung; der Beitrag im Einzelfall hängt von Gesundheit, Tätigkeit und Tarif ab. Bei Polizisten begrenzten die Online-Rechner Endalter und Rente: Ein Rechner erlaubte online nur Endalter 60 und höchstens 1.000 € Rente, ein weiterer nur Endalter 60. Im Standardprofil lieferte deshalb nur ein Rechner einen Wert (Endalter 66); er ist kein Marktwert, und Zeilen mit anderem Endalter oder anderer Rente sind nicht untereinander vergleichbar. Ein individuelles Angebot erhalten Sie über den Partner-Experten.

BU, DU oder beides? Eine Entscheidung in vier Fragen

Die richtige Form hängt weniger von der Berufsgruppe als von Ihrer Situation ab. Vier Fragen helfen, die Gespräche mit dem Experten zu strukturieren.

Wie lange bleiben Sie im Dienst?

Planen Sie die gesamte Laufbahn bei der Polizei, passt eine Klausel, die an die Feststellung des Dienstherrn anknüpft. Rechnen Sie mit einem Wechsel in die Privatwirtschaft, ist die reine BU robuster.

Wie groß ist Ihre Lücke?

Ruhegehalt, Abschlag und Mindestversorgung bestimmen, wie viel Rente nötig ist. Der DU-Lücken-Rechner zeigt es für Ihre Zahlen.

Welche Dienstzeit haben Sie?

Unter fünf Dienstjahren gibt es ohne Dienstunfall kein Ruhegehalt (§ 4 BeamtVG); dann ist die Absicherung besonders wichtig. Bei langer Dienstzeit deckt das Ruhegehalt mehr ab.

Was sagt der Wortlaut?

Leistungsauslöser, anderweitige Verwendung, Verweisung, Nachprüfung und Endalter entscheiden. Der Beitrag Dienstunfähigkeitsversicherung Bedingungen liefert die Checkliste.

Warum Berufsunfähigkeit entsteht: was die Statistik hergibt

Zu den Ursachen von Berufsunfähigkeit gibt es keine Statistik, die allein auf Polizeibeamte zugeschnitten wäre; aussagekräftig ist nur die Auswertung über alle Berufsgruppen. Danach führten in den Leistungsfällen laut Morgen & Morgen (Stand April 2026) psychische Erkrankungen in 32,3 % der Fälle zur Berufsunfähigkeit, Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats in 17,6 %, Krebserkrankungen in 16,3 % und Unfälle in 6,9 %. Das häufigste Alter bei Berufsunfähigkeit liegt laut Stiftung Warentest bei 47 bis 55 Jahre Jahren (Finanztest, 19.05.2026). Gerade deshalb ist ein langes Endalter wichtig: Ein Vertrag, der mit 55 oder 60 endet, kann genau die Jahre ausklammern, in denen Leistungsfälle am häufigsten eintreten. Ob das zu Ihrer Altersgrenze und Ihrer Lücke passt, ist eine Abwägung zwischen Beitrag und Laufzeit.

Für Polizeibeamte lässt sich daraus eine Folgerung ziehen, die keine Behauptung über ihr Risiko ist: Wer sich nur gegen Unfälle absichert, deckt einen kleinen Teil der Leistungsfälle ab – eine umfassende DU- oder BU-Absicherung schließt die Lücke. Eine Absicherung der Arbeitskraft sollte deshalb Krankheiten umfassen, insbesondere psychische Erkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparats. Zugleich sind genau diese Bereiche bei der Gesundheitsprüfung heikel; wer früher Beschwerden hatte, lässt vor dem Antrag per anonymer Risikovoranfrage klären, wie eine Annahme gelingt – je jünger und gesünder, desto leichter. Dieses Portal stellt dazu keine Fragen: Im DU-Check geht es um Status, Dienstzeit und Netto, nicht um Ihre Gesundheit.

Vom Gespräch zum Vertrag: so läuft die Absicherung ab

  • Lücke ermitteln: Mit Ruhegehalt, Abschlag und Mindestversorgung ergibt sich, was bei Dienstunfähigkeit fehlt.
  • Beratung durch einen Partner-Experten: Er vergleicht Bedingungen nach Kriterien, nicht nach einer Rangliste, und erläutert Vor- und Nachteile.
  • Anonyme Risikovoranfrage: Der Experte fragt bei mehreren Versicherern an, ohne Ihren Namen zu nennen. So sehen Sie vor dem Antrag, ob und wie eine Annahme möglich wäre.
  • Antrag mit vollständigen Angaben: Beantworten Sie die Gesundheitsfragen im Antrag wahrheitsgemäß und vollständig; Hilfe bietet der Experte.
  • Prüfung nach Annahme: Lesen Sie Police und Bedingungen. Die Berufsbezeichnung, das Endalter, die Rente und die Klausel sollten mit Ihren Notizen übereinstimmen.

Beachten Sie bei einer bestehenden Absicherung: Kündigen Sie niemals, bevor der Ersatz angenommen ist. Ein bestehender Vertrag mit älterem Eintrittsalter kann trotz schwächerer Klauseln wertvoll sein, weil Beitrag und Gesundheitsstand zum Abschlusszeitpunkt festgeschrieben sind. Ob ein Wechsel sinnvoll ist, klärt der Experte mit Ihnen anhand beider Bedingungswerke. Mehr dazu im Beitrag BU in Dienstunfähigkeitsversicherung umwandeln.

Gesetzlicher Schutz im Leistungsfall

Unabhängig von der gewählten Form gelten für Berufsunfähigkeitsversicherungen gesetzliche Mindeststandards, die Polizeibeamten wie anderen Versicherten zustehen. Der Versicherer muss nach Fälligkeit in Textform erklären, ob er seine Leistungspflicht anerkennt; ein Anerkenntnis darf nur einmal zeitlich begrenzt werden und ist bis zum Fristablauf bindend (§ 173 VVG). Stellt er später fest, dass die Voraussetzungen entfallen sind, wird er nur leistungsfrei, wenn er die Veränderung in Textform dargelegt hat – frühestens mit Ablauf des dritten Monats nach Zugang (§ 174 VVG). Von diesen Vorschriften kann nicht zum Nachteil des Versicherten abgewichen werden (§ 175 VVG).

Gesetzlich nicht festgelegt sind die gängigen Schwellen „50 % Berufsunfähigkeit“ und „6 Monate“: Sie stehen in den Bedingungen und sind dort Marktstandard (Finanztest, 19.05.2026). Rund 80 % der Anträge auf Berufsunfähigkeitsrente werden bewilligt (rund 80 % der Anträge bewilligt); die Quote bezieht sich auf entschiedene Anträge. Dieses Portal berät nicht im Leistungsfall. Bei Streit mit dem Versicherer hilft ein Fachanwalt für Versicherungsrecht.

Steuer und Alternativen

Beiträge zu Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen gehören zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG). Der Höchstbetrag beträgt 2.800 €, bei Anspruch auf Beihilfe 1.900 € (§ 10 Abs. 4 EStG); er ist durch Kranken- und Pflegebeiträge häufig schon ausgeschöpft. Private BU-Renten werden mit dem Ertragsanteil besteuert – bei der üblichen BU-Rente bis zum vereinbarten Endalter nach der Laufzeit (abgekürzte Leibrente, § 55 EStDV), z. B. 21 % bei 20 Jahren Laufzeit (25 Jahre: 26 %, 30 Jahre: 30 %) (§ 22 EStG). Für Ihren Fall hilft ein Steuerberater.

Bei knappem Budget hilft ein Einstiegstarif mit späterer Nachversicherung. Kommt eine BU im Einzelfall nicht zustande, ist eine Grundfähigkeitsversicherung die zweitbeste Absicherung; sie leistet bei Verlust bestimmter Fähigkeiten und knüpft nicht an den Beruf an. Wie es um die Annahme steht, klärt vorab die anonyme Risikovoranfrage über einen Experten. Im DU-Check beantworten Sie keine Gesundheitsfragen.

Weitere Beiträge zum Thema: Polizeidienstunfähigkeit erklärt den Rechtsbegriff, Spezielle Dienstunfähigkeit bei der Polizei die Klausel, und Bundespolizei die Regeln im Bund. Dieses Portal empfiehlt keinen Versicherer und keinen Tarif.

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Häufige Fragen

Brauche ich als Polizeibeamter eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Für die meisten Polizeibeamten ist sie die wichtigste private Absicherung. Wer weniger als fünf Dienstjahre hat, bekommt ohne Dienstunfall kein Ruhegehalt (§ 4 Abs. 1 BeamtVG); auch mit vielen Dienstjahren bleibt eine Lücke zum Netto. Je früher Sie abschließen, desto günstiger und einfacher ist es. Der DU-Check und der DU-Lücken-Rechner zeigen in 60 Sekunden, wie groß Ihre Lücke ist.

Was ist der Unterschied zwischen BU und DU bei Polizisten?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet nach ihren eigenen Bedingungen (§ 172 VVG), die Dienstunfähigkeitsklausel knüpft zusätzlich an die Feststellung des Dienstherrn an. Eine eigenständige Dienstunfähigkeitsversicherung stellt allein auf die Dienstunfähigkeit ab. Bei Polizisten kommt die Polizeidienstunfähigkeit als dritter Anknüpfungspunkt in Betracht.

Was kostet eine BU für Polizisten?

Der Beitrag hängt von Alter, Rente, Endalter und Gesundheit ab. In unserer Abfrage dreier Online-Rechner (24./25.10.2026) lieferte im Standardprofil (30 Jahre, Nichtraucher, 1.500 € Rente) nur ein Rechner einen Wert: 120,00 € im Monat bei Endalter 66. Bei Endalter 60 und 1.000 € Rente, den Grenzen anderer Rechner, lagen die Zahlbeiträge bei 42,91 bis 54,60 €. Das ist kein Marktüberblick; für Ihr Profil holt der Experte Angebote ein.

Ist die BU bei Polizisten teurer als bei Büroberufen?

Das lässt sich nicht pauschal sagen: Einstufung und Beitrag legt jeder Versicherer selbst fest, und der Vollzugsdienst kann höher eingestuft werden als Büroberufe. In derselben Abfrage lagen die Zahlbeiträge für Verwaltungsangestellte im öffentlichen Dienst im Standardprofil (1.500 € Rente, Endalter 67) zwischen 60,83 € und 83,25 € (Median 75,48 €) – ein direkter Vergleich scheitert aber an den unterschiedlichen Endaltern und Rentenhöhen.

Kann ich eine bestehende BU als Polizist umstellen?

Das hängt von den Vertragsbedingungen ab. Viele Verträge enthalten Anpassungs- oder Umwandlungsoptionen, andere nicht. Kündigen Sie nie einen bestehenden Vertrag, bevor ein neuer angenommen ist; die Annahme klärt ein Experte vorab per anonymer Risikovoranfrage. Mehr im Beitrag zum Umwandeln einer BU bei Verbeamtung.

Zahlt eine BU, wenn ich nur polizeidienstunfähig bin?

Nicht automatisch. Eine reine BU leistet bei Berufsunfähigkeit im Sinne ihrer Bedingungen. Ob die Vollzugsuntauglichkeit dazu zählt, wenn Sie im Innendienst weiterarbeiten können, hängt vom Wortlaut ab, insbesondere von der Definition des zuletzt ausgeübten Berufs und der Verweisung (§ 172 Abs. 3 VVG).

Quellen

  1. § 172 VVG – Leistung des Versicherers (Berufsunfähigkeit) – abgerufen 24.10.2026
  2. §§ 173–175 VVG – Anerkenntnis, Nachprüfung, Abweichungsverbot – abgerufen 24.10.2026
  3. § 4 BPolBG – Polizeidienstunfähigkeit – abgerufen 24.10.2026
  4. § 44 BBG – Dienstunfähigkeit – abgerufen 24.10.2026
  5. § 4 BeamtVG – Entstehen des Ruhegehalts – abgerufen 24.10.2026
  6. Stiftung Warentest: Berufsunfähigkeitsversicherung im Test – 19.05.2026
  7. Finanztip: Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung? – Stand 27.05.2026
  8. Eigene Abfrage öffentlicher BU-Online-Rechner (CosmosDirekt, Allianz, LV 1871), 24./25.10.2026
Redaktion Dienstunfähigkeit-Check.de

Unsere Beiträge stützen sich auf Gesetze, Angaben von Behörden und Verbänden sowie veröffentlichte Unterlagen der Versicherer – jeweils mit Stand. So arbeiten wir.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der Dienstunfähigkeit und Versorgung von Beamten und Soldaten (Stand: 25. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Ein kostenloses Informations- und Rechnerportal – kein Dienstherr, keine Behörde, keine Rentenversicherung; über Dienstunfähigkeit und Versorgung entscheiden allein diese Stellen. Es werden keine Versicherer oder Tarife empfohlen. Herausgeber: Dienstunfähigkeit-Check.de. Dienstunfähigkeit-Check.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.

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